Schamanin Namu – Megalithen, Steinkreise, Dolmen. Reisen diesseits und jenseits.

In diesem E-Buch kannst du die Reisen der Schamanin Namu, sowohl die physischen als auch die schamanischen, miterleben. Du erfährst jede Menge über Megalithen, Transformation, Geschichte. Und natürlich auch viel Persönliches, denn solche Reisen bringen jede Menge ganz neuer Erfahrungen.

Die Lektüre ist sehr spannend und informationsreich.

Auszüge aus dem Buch

Entdeckung eines Megalithenhügels

„Ein Megalith! Ja, bestimmt ist es einer, schaut mal her!“ Auf einem Hügel steht ein bewachsener Stein, durch die Ausstrahlung eindeutig ein Megalith, er ragt da aus dem Hügel und schaut in die Gegend.

Bald sind wir oben bei den Steinen. So groß! So viele! Wieso fühlt man sich hier so gut? Wieso? Was ist das hier?

Nach dem ersten Rundgang entscheiden wir uns, auf einem Plätzchen zwischen einigen großen Steinen den Nachmittag zu verbringen. Der Atlantik ist vorerst vergessen, weil wir uns hier so gut fühlen! Ich frage meine Begleiter: „Habt ihr das auch? Ich fühle mich hier so gut, so richtig, so heimisch…“

Willi antwortet, genüsslich an seiner Zigarette ziehend: „Ja, das überrascht mich auch, dass ich mich hier so gut fühle. Irgendwie, als ob ich zu Hause angekommen wäre.“

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„Mir kommt es reichlich sonderbar vor, dass wir sooo gern zum Atlantik wollten, und jetzt sitzen wir da, zwischen Stacheln und Steinen, was äußerlich gar nicht so attraktiv ist, und wollen gar nicht weg.“

Es ist keine Frage – wir wollen hier ein Ritual machen, um zu erfahren, wo wir denn hier gelandet sind. Was ist das hier?

Als ich in die Trance eintrete, um den Geist des Ortes zu kontaktieren, bekomme ich die Gestalt eines alten Mannes zu sehen, der wie ein Berggeist aussieht. Von ihm erfahre ich:

Hier ist ein Ausstrahlungsort, ein Kraftort der Göttin Erde. Ursprünglich waren hier nur wenige große Steine, die der Mutter geweiht waren und ihre Kraft an die Umgebung weitergaben. Die Gemeinschaftsstruktur war damals matriarchalisch, egalitär: Jeder Mensch erfüllte solche Funktionen in der Gemeinschaft, die seinen Fähigkeiten und Interessen entsprachen. Diese Funktion konnte im Laufe des Lebens gewechselt werden – je nach Wunsch. Alle waren im Prinzip gleich. Die Menschen lebten in Harmonie mit der Natur, sich selbst als Teil der Natur betrachtend. Die Natur war ihnen nicht feindlich – im Gegenteil, die Mutter ernährte alle großzügig, es gab keinen Mangel. Sie verbrachten viel Zeit mit freudigem Lernen, mit Tieren, die sie damals noch nicht aßen, mit Sternen-Beobachtung, Geschichtenerzählen, Feiern.

Wenige Jahrtausende später kam ein schon hierarchisch gestalteter Stamm mit einem Mann als Führer – die haben hier dann weitere, kleinere Steine gesetzt in hoher Zahl und veränderten dadurch die ursprüngliche Information. Diese neue Information beinhaltete schon feste gesellschaftliche Rollen, Hierarchie, Gliederung. Am Anfang war noch jeder Mensch gleichwertig, aber mit der fortschreitenden Zeit hat diese Struktur mächtigere und weniger mächtige Leute hervorgebracht. Diese Gliederung der Gemeinschaftsstruktur beinhaltete Gruppen wie die Führenden, die Priester, die Heilfrauen, die Schamanen, Astronomen, Frequenzmeister und andere.

Das Leben, welches ich dort sehe, ist trotzdem noch sehr freudig, frei, in materieller Fülle.

Allerdings war zu der Zeit, genauso wie der Mensch selbst, die Erde weniger frei. Sie konnte nicht mehr aus Liebe hervorbringen, sondern die Menschen haben angefangen, sie zu maßregeln. Sie haben angefangen, machtvoll zu bestimmen, wo was und wie viel wachsen soll. Es geschah nicht aus Mangel, sondern durch einen Bewusstseinswandel.

Die Reste dieser alten Megalithanlage sind noch da.

Die Kraft der Erde ist auch noch da. Nur die Bestimmung, die Information darüber, wie diese Kräfte wirken sollen, ist zum großen Teil gestört. Zum Nachteil der weiten Umgebung.

Eigentlich ist es ein Ort, wo sich die Kräfte der Erde und des Atlantiks unterirdisch verbinden, um auf die Oberfläche der Erde zu sprudeln. Das ist die Kraftkomponente. Die Information bzw. die Bestimmung dieser Kraft, kommt durch die Steine. Wie schon erwähnt, kann man hier alte Bestimmungsmuster noch wahrnehmen, aber nicht mehr in ihrer ganzen Komplexität.

Die Kraft, die nun zum großen Teil keine Bestimmung hat, äußert sich durch allerlei stachelige Gewächse. Es ist hier wie bei Dornröschen. Nirgendwo sonst habe ich an einem Ort so viele verschiedene stachelige und dornentragende Pflanzen angetroffen. Hat vielleicht das Märchen von Dornröschen einen solchen realen Hintergrund?

Ich nehme hier viele „Leute“, viele Geistkörper wahr. Teilweise gehören sie als Persönlichkeiten zu den Steinen, wie bei dem großen Steinkreis Almendres bei Evora. Das sind die ursprünglichen. Aber besonders bei einer Gruppe von Steinen, die dem Dorf am nächsten liegt, nehme ich auch zu viele traurige, dunkle Seelen wahr. Sie gehören nicht hierher. Es wird erklärt, dass es später auch Zeiten gab, wo die Leute den anderen wehtaten oder sich dadurch rächten, dass sie deren Seele in einen der Steine bannten. So sind in einigen Steinen auch viele eingeschlossene, hineingezauberte Seelen. Wir wurden gebeten, die Seelen zu befreien. (Schon wieder eine Verbindung mit Märchen, diesmal mit solchen, in denen Menschen zu Stein wurden.)

Der Alte vom Hügel ist traurig über den ganzen Zustand, aber doch hoffnungsvoll, da ich jetzt da bin, und das ist ein hohes Ereignis für ihn – eine sehr lange Zeit hat man den Hügel nicht beachtet. Ja sogar missachtet hat man ihn, verteufelt, wie es in kirchlichen Zeiten Sitte war in Bezug auf alte heilige Plätze.

Am nächsten Tag lasse ich mich zwischen die „dunklen“ Steine hinsetzen und machte das Ritual zur Befreiung der eingeschlossenen Seelen.


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Inzwischen finde ich heraus, dass es hier voll von Geistern längst verstorbener Leute eines Stammes wimmelt. Sie sind genau hierher zum Sterben gekommen, um die Essenz ihres Bewusstseins für ihre Nachfahren zu erhalten – in den Steinen gespeichert. Hier ist eine heilige Stätte, ein Tor zwischen den Dimensionen der Lebenden und Toten, der in der Zeit Inkarnierten und denen, die sich in den geistigen Welten befinden.

Nun ist hier also ein Verkehr, der mich an einen Hauptbahnhof in Spitzenzeiten erinnert. Chaotisch, dicht, voll. Es ist ungemütlich, am liebsten würde ich instinktiv weglaufen. Aber ich bin neugierig und will doch erfahren, was hier los ist. Was ich erfahre, ist Folgendes:

Die „Leute“ sind hier zu einem bestimmten Zweck geblieben. Als Erstes, um ihren Stamm zu unterstützen, die Lebenden zu beraten, und um die jungen Männer bei der Initiation ins Erwachsenenalter zu führen.

Darüber hinaus, um den Menschen, die in zukünftigen Zeiten kommen - also uns - über sich selbst zu berichten und auf uns heilend einzuwirken. Heilend im geistigen Sinne, um so in schweren Zeiten der Wandlung den Menschen – der Menschheit – zu helfen.

Das unangenehme Gefühl hier wird verursacht durch das völlig unpassende Benehmen der heutigen Menschen. Die früheren Menschen, die den Zweck des Dolmens kannten, kamen hierher mit einer bestimmten Einstellung, brachten Geschenke wie Blumen oder Räucherwerk, wussten, wie man sich verhält.

Aber heute?! Es kommen Menschen mit Schaufeln, graben den Dolmen aus, sprengen auch noch das Dach des Dolmens. Und die Touristen mit ihren Fotoapparaten, die keine Wahrnehmung für die Natur und den Zweck dieses Ortes hier haben und sich unverständlich für die Geister der früheren Menschen benehmen…

Deswegen die Unruhe und Spannung hier.

Die Erbauer dieses Dolmens gehören zu den ältesten Dolmen-Erbauern. Seit der Zeit verschwand nach und nach die Fähigkeit, so große Steine zu bewegen.

Historisch ältere Bauten, wie Steinkreise, wurden durch Menschen hervorgebracht, die noch Übersicht über die Zeitalter und die Zivilisationen hatten, über den Sinn und Ursprung der Menschheit, und sie hatten eine Kraftkomponente, die Wirkung auf eine weite Umgebung hatte. Sie waren wichtig für alle Stämme und Familienclans im großen Umkreis.

Im Gegensatz dazu waren die Dolmen Stätten der Weisheit und Erkenntnis von einzelnen Stämmen, sie waren Tore zwischen den Welten diesseits und jenseits.

Nachdem ich sie um Verzeihung bitte dafür, dass man mit ihnen so umgeht, versuche ich ihnen zu erklären, wie die heutige Situation auf der Erde ist und warum sich die Besucher so verhalten, wie sie es eben tun. Ich bitte sie um Verständnis und darum, uns heutigen Menschen trotzdem zu helfen.

Wie andere göttliche Mittel zu unserer Transformation und Evolution sind auch Dolmen und andere megalithische Bauten noch heute für unsere Erleuchtung und Entwicklung da. Damit wir die Umwandlung vom intellektuellen Menschen zum Menschen einer neuen Zeit schaffen – zum erleuchteten, bewussten, spirituellen Herzensmenschen.

Mit der Erleuchtung oder Bewusstwerdung beginnt das Leben erst richtig. Bis dann wurde man durch Kräfte getrieben, die man nicht beherrschte. In so einem Zustand ist es kein Wunder, dass man sich selbst und der Welt einen Schaden zufügt. Die Erde ist in einer großen ökologischen Krise, ein neuer Evolutionssprung ist unabdingbar.

Einer der Grundsteine für diesen Entwicklungsschritt ist das spirituelle Erlebnis der Einheit alles Seienden. Es ist gut, sich darauf vorzubereiten. Der Mensch, der in verschiedenen Gedankennetzen und Blockaden verstrickt ist, kann die Einheit nicht fühlen, nicht begreifen.

Megalithische Komplexe und besonders die Dolmen wurden am Anfang des „Falls“ der Menschheit erbaut. Sie wurden gebaut, damit man wieder den richtigen Anfang findet, wenn man sich zu weit weg von der Schöpfung entfernt hat. Sie vermitteln uns die ursprünglichen Muster des Seins in den Bereichen, wo wir inzwischen degeneriert sind oder die wir ganz vergessen haben - damit wir die Heilung für diese Bereiche finden.

Es geht nicht darum, in die megalithische Zeit zurückzukehren, gar nicht, sondern es geht darum, verlorene Teile wiederzufinden, Heilung und Inspiration zu finden.